Du kannst es träumen? Dann kannst du es auch tun!

Keiner kennt ihn nicht, aber auch keiner kennt ihn wirklich.

 

Es ist Mann, der viele Tausend Leben verändert und geprägt hat -darunter auch meines- und den ich für das verfolgen seiner Träume hochschätze. Es ist ein Mann mit Namen Disney. Walter Elias Disney, und kurz Walt Disney, um genau zu sein.

 

König der Löwen, Mary Poppins, Peter Pan und das Dschungelbuch sind einige der Filme, die meine Kindheit nachhaltig geprägt haben. Rückblickend betrachtet zähle ich viele seiner eigenen Werke und später die seiner Company, die sein Erbe ist, als Bestandteil meiner Erziehung. Neben Moral und Ethik lehrten mich die Disney-Filme meiner Kindheit vor allem drei der wichtigsten Dinge: An meine Träume zu glauben, dass das „Gute“ letztendlich immer gewinnt und dass nichts unmöglich ist. 

 

„Alle unsere Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, sie zu verfolgen“

„Es ist eine Art von Spaß, das Unmögliche zu tun“

-Walt Disney

 

Ja, Walt träumte, verfolgte, und tat das, was die Leute um ihn herum als für unmöglich erklärten!
Alles begann um 1910. Der kleine Junge Walt half zusammen mit seinen Geschwistern auf der Farm seiner Eltern. Die Arbeit war hart und sein Vater war streng. Disneys Traum begann sich jedoch bereits in diesen Umständen zu entfalten: Er zeichnete. Mit 14 verliess er die Schule um eine Kunstakademie in Chicago zu besuchen, während er sein Geld nebenbei als Butcher-Boy (Getränke und Snacks in Eisenbahnen verkaufen) verdiente. Mit 18 Jahren, als er vom ersten Weltkrieg, bei dem er in Frankreich als Ambulanzchauffeur stationiert war, zurückkehrte, hatte sich Walt entschlossen: Er wollte Künstler werden- und er wollte seine Zeichnungen zum Leben erwecken. Damals wusste er noch nicht, dass er ein ganzes Jahrhundert prägen würde.

Walt lernte schliesslich Ubbe „Ub“ Iwerks kennen, der sich gut im Zeichnen verstand. Mit Ub und Walts Bruder Roy Disney gründete Walt im Jahre 1922 seine erste Firma mit dem Namen Laugh-O-Gram. Ihre „Film-Werkstatt“ war eine alte Scheune, die Roy Disney gehörte. Um ihre Lebenskosten abzudecken zu können, (wenn auch nur sehr knapp) produzierten die drei einige Werbefilme.

Walt konnte bald einige junge Zeichner überreden, in seiner Firma tätig zu werden- bezahlen konnte er ihnen zwar nichts, doch durch ihre Arbeit -das zeichnen und verfilmen einiger Märchen wie z.B. Rotkäppchen- konnten einige Kurzfilme produziert und verkauft werden. Die Käufer hatten allerdings eine derart schlechte Zahlungsmoral, dass „Laugh-O-Gram“ in weniger als einem Jahr pleite war. Disney war bankrott und sein Team verliess ihn.

Mit seinen letzten paar Dollar kaufte er sich ein Ticket nach Hollywood. Er überredete seinen Bruder Roy, noch einmal eine Firma zu gründen: Das Disney-Brothers-Studio. Walt bat auch seinen Freund Iwerks, nach Kalifornien zu kommen, um für ihn zu zeichnen. Nach einigen Jahren mit bescheidenem Erfolg, hatte Universal Pictures im Jahre 1927 das Disney-Studio gebeten, für sie eine Zeichentrickfigur zu erfinden. Es entstand Oswald der lustige Hase, was Walt und seinem Team den ersten Erfolg einbrachte.

Ein Jahr später kam Walt die Idee einer Maus. 1928 wurde dann Micky Mouse im ersten Ton-Trickfilm, ein knapp siebenminütiger Comic-Trickfilm namens Steamboat Willie, zur bekanntesten Maus der Welt.

Der Rest ist Geschichte, möge man sagen. Doch das stimmt nicht ganz: Selbst nach der Erfindung von Mickey-Mouse gab es noch einige Tiefen zu überstehen. Erst nach dem sehr erfolgreichen Debüt von Disneys Schneewittchen und die Sieben Zwerge im Jahre 1937 waren die letzten finanziellen Hürden überwunden. Weitere Erfolge stellten sich in den frühen 1940er-Jahren mit Pinocchio, Dumbo und Bambi ein. 1950 rettete die Zeichentrickverfilmung von Cinderella den Disney-Konzern vor dem finanziellen Ruin. Der Rest ist dann tatsächlich Geschichte. Die Walt-Disney-Company macht heute einen Umsatz von 45 Milliarden US-Dollar und beschäftigt rund 166‘000 Mitarbeiter.

Doch vergessen wir nicht: Von 1922, als Walt die erste Firma gründete, bis 1950 sind es 28 Jahre! 28 Jahre, in denen stets der Druck des nahen Bankrotts auf Disney lastete. Und genau DAS ist, das, was ich an der Geschichte von Walt Disney liebe: Die Entschlossenheit, die Beharrlichkeit seines Traumes.

Ich war äusserst erstaunt, als ich herausgefunden habe, aus welcher Zeit die Disney-Filme stammen, die ich als Kind immer wieder zusammen mit meinem Bruder geschaut hatte und die uns auch nach vielen vielen mal schauen nie langweilig wurden. Viele von ihnen sehe ich mir bis heute gelegentlich wieder an. Gerade der oben genannte Film „Schneewittchen“, der aus dem Jahre 1937(!) stammt und der, als ich ihn zum ersten Mal sah, schon rund 60 Jahre alt (!) war, verblüffte mich (schliesslich war er schon alt, als meine Eltern ihn zum ersten Mal geschaut hatten!). Er ist zeitlos und von verhältnismässig beinahe so guter bildlicher Qualität, dass man ihn auch in die 1980er- oder 1990er- Jahre einstufen könnte. Bei einem „normalen“ Spielfilm mit „echten“ Schauspielern aus den 1960er-Jahren muss man ständig über die fehlenden effekttechnischen Möglichkeiten hinwegsehen um den Film geniessen zu können. Dies ist bei Zeichentrickfilmen nicht der Fall, da die Möglichkeiten praktisch bereits mit dem ersten Zeichentrickfilm schon offen standen. Die Begrenzung war nur die Phantasie. Fakt ist, dass auch alte Disney-Filme bis heute eine grosse Relevanz geniessen.

 

Und das ist das Erbe und Resultat von mindestens 28 Jahre langem "Nichtaufgebenwollen".

 

Was denkst du? Wie oft hast du schon zu früh aufgegeben?

 

Mani

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